Da kann ja jede*r kommen!

Kampagnenplakat zur Abendveranstaltung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz am 6.7. in Leipzig

Die große Inklusionsshow mit einem anspruchsvollen Bühnenprogramm ist der Höhepunkt des Louis-Braille-Festivals 2019. Sie soll am Samstagabend des 6. Juli alle Leipziger und Besucher, die aus allen Teilen der Bundesrepublik angereist kommen, auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz zusammenbringen. Weiterlesen …

Andreas Pflüger liest aus seinem neuen Thriller

Der Autor vor seiner Leserschaft im Gespräch
Der Autor bei einer Lesung in der DZB

Er ist einer der besten deutschen Thriller-Autoren und hat im letzten Jahr für seinen Thriller „Niemals“ den Deutschen Krimi Preis gewonnen. Die Rede ist von Andreas Pflüger. Zum Tag der offenen Tür in der DZB las er aus seinem preisgekrönten Thriller. Die Lesung war ein Volltreffer! Der Autor nahm sich viel Zeit, sprach auf angenehme Art und Weise über sein Buch und beantwortete viele Fragen. Auf unsere Anfrage, ob Andreas Pflüger auch wieder während des Louis-Braille-Festivals lesen würde, sagte er sofort zu, obwohl sein drittes Buch „Geblendet“ erst im Herbst erscheint. Und so können Sie ihn zum Festival am 6. Juli, 15.30 Uhr im Bach-Saal der Kongresshalle am Zoo erleben. Er wird zwar noch nicht sein neues Buch mitbringen, dafür aber aus den Druckfahnen  vorlesen. Und Christian Spremberg liest einige Stellen aus „Geblendet“ in Brailleschrift vor.

Zu den Büchern

In „Endgültig“ und „Niemals“ geht es um die blinde Elite-Polizistin Jenny Aaron. Bei einem Einsatz wird sie lebensgefährlich verletzt und erblindet. Sie kämpft ums Überleben und nach einiger Zeit beim BKA kehrt sie auf Wunsch der Einheit wieder zurück in ihre Abteilung. In Marrakesch jagt sie nun ihren Widersacher und den Mörder ihres Vaters. Andreas Pflüger erzählt aus der Sicht der blinden Jenny Aaron, die mehr über Geruch und Tastsinn agiert als über das Visuelle. Extrem präzise beschreibt er spannende Actionszenen und setzt lebendige Charaktere ins Bild. Zwei literarisch herausragende Thriller, denen nun ein dritter folgt. Die Erwartungen an die Fortsetzung sind hoch …

Wer mehr über die Jenny-Aaron-Bücher und den Autor erfahren möchte, dem empfehlen wir ein Interview mit dem Autor in unserem Kundenmagazin „in puncto DZB“.

Programm: Barrierefreie Kulturangebote zum Festival

Reliefführer Bachmuseum links, rechts Schild "Cembalo-Spieler" mit Braillebeschriftung
Inklusive Ausstellung im Bachmuseum Leipzig

An den Festivaltagen sollen sowohl alle Gäste als auch die Leipziger die kulturelle Vielfalt der Stadt gemeinsam erleben. Die einzigartige Mischung aus unterschiedlichen inklusiven Aktivitäten macht das Festival für die Besucher zu einem spannenden Erlebnis. Im Begleitprogramm sind alle barrierefreien Kulturangebote aufgelistet. Hier finden Sie beispielsweise Ausstellungen und Führungen in Museen, Aufführungen im Theater und Kino, Konzerte und Lesungen, Workshops und Mitmach-Angebote mit genauer Datums- und Ortsangabe.

https://www.dzb.de/louis-braille-festival/begleitprogramm.pdf

Sie finden das Programm aber auch ab Mitte Juni unter www.leipzig-inklusive.de.

Unsere Hymne zum Festival: Bitte mitsingen!

In ein paar Wochen ist es soweit: Das Louis-Braille-Festival startet in Leipzig. Weil jedes Festival auch eine Hymne braucht, die die unvergleichliche Stimmung und die Verbundenheit der Festivalteilnehmer zum Ausdruck bringt, machten sich Christian Meyer und Julius Fischer ans Werk. Beide sind Leipziger Musiker und touren mit ihrer Band „The Fuck Hornisschen Orchestra“ durch das Land. Sie waren inspiriert von der Idee einer Gemeinschaft, in der es ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Miteinander gibt. Entstanden ist der heitere Song „Alle, inklusive dir“, den die beiden Künstler höchstpersönlich singen.

Audio

Wo überall die DZB beim Festival präsent ist

Gemeinsam mit der DZB feiern

Die DZB erwartet ihre Gäste am Freitag schon ab 10 Uhr in ihrem Haus – also vor dem offiziellen Start des Festivals um 15 Uhr im Zoo. Hier, im extra eingerichteten DZB-Café, wird der Geburtstagskuchen angeschnitten. Entsprechend des DZB-Jubiläums  gibt es für die Besucher 125 Stück Kuchen kostenfrei zum Kaffee. Diese können dann bei unterhaltsamer Piano-Cafèhaus-Musik verspeist werden.

Wer möchte, kann sich in der Druckerei und Buchbinderei umschauen, mit unseren Brailleschrift-Experten ins Gespräch kommen, sich in der Bibliothek über neue Hör- und Braillebücher informieren. Die Gäste können am Technik-Stammtisch Platz nehmen und von unseren Spezialisten mehr über den Gebrauch von DAISY-Technik, Smartphone und Co. erfahren. Interessante Informationen über die Herstellung von Notenwerken geben auch die Experten des Notenübertragungsservice DaCapo.

Summa summarum: Die Mitarbeiter der DZB freuen sich auf viele Gespräche mit den Besuchern des Festivals und beantworten gern deren Fragen.
Wer jetzt schon weiß, dass er die DZB besuchen möchte und mit der Familie oder in der Gruppe in unser Haus kommt, der kann sich gern schon unter 034122821054 anmelden.

Kongresshalle am Zoo

Foyer Süd

Hier ist das Festivalzentrum und hier werden alle Gäste empfangen. Im Festivalzentrum erhalten Sie von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Informationen, Orientierungspläne und Audioguides. Hier befindet sich auch der DZB-Shop mit einem vielfältigen Angebot unserer Produkte.

Bachsaal

  • DZB-Leselounge, Samstag, 6. Juli, 10.30 bis ca. 18 Uhr
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    Auf der Insel der Pinguine

    Er hat ein ganz außergewöhnliches Hobby. Marc Fälkers große Liebe gilt den Pinguinen. Der 40-Jährige aus Nordrhein-Westfalen, der sich übrigens auch Bücher aus der DZB ausleiht, weiß viel über die putzigen Frackträger und arbeitet als Mitglied aktiv im Artenschutzverein Sphenisco mit. Vor Kurzem erfüllte er sich einen Traum. Er war auf einer Expeditionsreise zu den Falklandinseln unterwegs. Davon und wie es zu dieser Reise kam, erzählt er in einem Interview. Weiterlesen …

    Weil Vielfalt nur gemeinsam geht

    Logo Louis-Braille-Festival, Leipzig 2019

    Ein Museum mit Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen, ein Theater oder ein Handballspiel mit akustischen Bildbeschreibungen – Leipzig hat schon einiges zu bieten an inklusiven Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten. An den Festivaltagen sollen sowohl Gäste als auch Einwohner die kulturelle Vielfalt der Stadt gemeinsam erleben. Deshalb laden wir alle Kreativen der Kulturszene ein, mitzumachen und sich mit barrierefreien Freizeitangeboten zu präsentieren. Schon gemeldet haben sich beispielsweise das Antikenmuseum der Universität Leipzig mit inklusiven kunst- und museumspädagogischen Angeboten für Blinde und Sehbehinderte, das Budde-Haus mit einem inklusiven Familienfest, das Bachmuseum mit speziellen Tastführungen, die Oper Leipzig mit Tast-Kostümführungen und das Grassimuseum mit speziellen Führungen.

    Die einzigartige Mischung aus unterschiedlichen inklusiven Aktivitäten macht das Festival für die Besucher zu einem spannenden Erlebnis. Damit aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird, ruft Sandra Plessing, die Veranstaltungsmanagerin des Festivals, alle Kulturschaffenden auf, ihre Ideen und barrierefreien Angebote für das Festival einzubringen. „Wir wollen Barrieren abbauen, sowohl in den Köpfen als auch bei  vorhandenen Kultur- und Freizeitangeboten“, sagt sie. „Wir freuen uns über das rege Interesse und sind sehr gespannt auf die vielfältigen Aktivitäten der verschiedenen Kultur- und Freizeitanbieter.“

    Bis zum 31. März können sich Leipziger Kultur-, Sport- und Freizeit-Institutionen und Vereine melden, die mit ihren barrierefreien Angeboten beim Louis-Braille-Festival mit dabei sein möchten. Weiterlesen …

    Louis-Braille-Festival 2019: Höhepunkte des Programms

    Freitag, 5. Juli 2019

    • 15 Uhr Eröffnung im Konzertgarten des Zoo Leipzig,
    • Konzerte mit David Sick und The Living Music Box,
    • Zoo-Geschichten mit der Kabarettistin Uta Serwuschok und Tierpfleger-Sprechstunden,
    • Erkundung des Zoos durch geführte Touren mit Zoolotsen, Rallye mit Mitmachstationen, Tastmaterialien und Tiererfahrungsspielen oder auch individueller Spaziergang,
    • Gogelmosch – Show mit Comedy, Quiz und Musik am Freitagabend. Mit dabei: Raul Midòn, US-amerikanischer Singer-Songwriter und blinder Musiker mit Jazz- und Latin-Wurzeln.

    Samstag, 6. Juli 2019

    Kongresshalle des Zoos: Buntes Angebot zum Mitmachen und Genießen

    • Lesungen in Punktschrift und von bekannten Sprechern der DZB,
    • Lesung Andreas Pflüger aus seinem neuen dritten Buch (erscheint im Herbst 2019),
    • Poetry-Slam,
    • Konzerte, u. a. Daniel-Graumann-Trio

    Wilhelm-Leuschner-Platz (Zentrum der Stadt)

    • Show im Late-Night-Stil am Samstagabend

    Dazu gehören: Comedy, Gesprächsrunden und Livemusik, Gebärdenchor und Rollstuhlballett,

    Moderation: Christian Meyer in Begleitung der Showband „Blind Foundation“,

    Höhepunkt des Open-Airs: Berliner Band Dota, mit Jonas Hauer an den Keyboards

    Sonntag, 7. Juli 2019

    • Ökumenischer Gottesdienst in der Universitätskirche,
    • Ende des Festivals am frühen Nachmittag im Konzertgarten des Zoos.
    • Danach kann jeder noch einen Rundgang durch den Zoo machen oder eines der vielen inklusiven Angebote der Stadt Leipzig nutzen.

    Spielen, entspannen und bewegen Weiterlesen …

    Wir öffnen Türen…

    Tipps und Tricks zur barrierefreien E-Book-Gestaltung

    In diesem Jahr versüßen wir Verlagen, Publizisten und allen Interessierten die Weihnachtszeit mit einem besonderen Adventskalender. Türchen für Türchen beantwortet die DZB spannende Fragen zur Erstellung barrierefreier EPUB-Publikationen.

    Diese Tipps und Tricks machen E-Books nicht nur nutzerfreundlicher, sondern auch für blinde und sehbehinderte LeserInnen zugänglich.

    Eine Zusammenfassung der 24 Tipps steht als elektronische Publikation in den Formaten EPUB und PDF zum Download zur Verfügung.

    Viel Spaß beim Lesen, Lernen und Nachmachen!
    Bei Fragen oder Feedback schreiben Sie uns auf Twitter unter dem Hashtag #WirÖffnenTüren oder per Nachricht an @dzb_tech.

    Fröhliche Weihnachten!

    Foto eines in zwei Händen gehaltenen Weihnachtsgeschenkes

    Türchen 1: Warum ist die Erstellung einer TOC-Navigation so wichtig?

    Laut einer Umfrage von Booknet Canada gehört das Inhaltsverzeichnis, im Englischen Table of Content (TOC), zu den wichtigsten Navigationsfunktionen digitaler Bücher. 67% der LeserInnen digitaler Publikationen gaben an, die TOC-Navigation bei der Suche von Informationen zu nutzen. (vgl. https://www.booknetcanada.ca/blog/2018/8/1/how-do-readers-use-ebooks?rq=Table%20of%20Content)

    Auch für Screenreader-NutzerInnen stellt die TOC-Navigation ein wichtiges Navigationsmittel dar. Doch warum ist das so?

    Üblicherweise verwenden Screenreader-NutzerInnen die Tastatur, um auf Webseiten oder in digitalen Dokumenten selektiv navigieren zu können. Mithilfe entsprechender Tastaturbefehle können sie beispielsweise zum nächsten Link oder von Überschrift zu Überschrift zu springen.

    Da sich eine EPUB-Publikation in der Regel jedoch aus mehreren XHTML-Dokumenten zusammensetzt, kann es bei der Tastaturbedienung zu Problemen kommen, wenn per Tastaturbefehl eine Überschrift außerhalb des aktuellen Inhaltsdokumentes angesteuert werden soll.

    Abhilfe schafft hier die TOC-Navigation. Diese steht in den meisten EPUB-Readern als „übergeordnetes“ Navigationsmenü zur Verfügung und ermöglicht so eine Inhaltsdokumente-übergreifende Navigation im EPUB.

    Screenshot eines E-Books; über dem Textinhalt schwebt ein Navigationsmenü (TOC)

    Angelegt wird die TOC-Navigation als (verschachtelte) geordnete Link-Liste im Navigationsdokument des EPUB’s. Wichtig dabei: Um zu gewährleisten, dass sich alle Inhalte des E-Books gezielt ansteuern lassen, sollte die TOC-Navigation die gesamte Buchstruktur abbilden. Dabei sollte jedes Inhaltsdokument über mindestens einen Link erreichbar sein.

    Türchen 2: Was sollte bei der Auszeichnung von Zitaten beachtet werden?

    Wenn uns bewußt wird, daß die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden.
    Roswitha Bloch Weiterlesen …

    Ein Beutel Kirschen als Dankeschön

    Zwei Frauen, eine sitzend und eine stehend vor einem Tisch, im Hintergurnd das Beratungsmobil
    Das „Blickpunkt-Auge“-Team Liane Völlger und Ulrike Meinhold

    Der Terminkalender von Liane Völlger und Ulrike Meinhold ist reichlich gefüllt. Die eine arbeitet als Bibliothekarin in der DZB, die andere beim BSV Sachsen „Blickpunkt Auge“. Beide treffen sich an zwei bis drei Tagen in der Woche und sind dann mit dem Beratungs- und Bibliotheksmobil „Blickpunkt Auge“ in Sachsen unterwegs. Im Juni stand der weiße Mercedes-Sprinter mit dem blauen Auge beispielsweise in Hoyerswerda, Kamenz, Meißen, Löbau, Zittau und Bautzen auf Marktplätzen oder vor Bibliotheken. Die beiden „Blickpunkt-Auge“-Beraterinnen informieren über Zuständigkeiten und staatliche Leistungen, aber auch über rechtliche und finanzielle Ansprüche seheingeschränkter Menschen. Sie geben einen Überblick über Sehhilfen und andere Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können.
    Wir haben nachgefragt und wollten mehr wissen über die Menschen, die zu ihnen kommen und Rat suchen, über die Resonanz vor Ort auch in ländlichen Regionen und darüber, was noch besser gehen könnte.

    Worin sehen Sie ihre Hauptaufgabe? Was soll die individuelle Beratung bringen?

    Meinhold: Ich möchte Ratsuchenden Perspektiven aufzeigen, wie sie mit ihrer Seheinschränkung ihren Alltag selbstständig und mit mehr Lebensqualität meistern können. Nur in der individuellen Beratung ist es möglich, die Bedürfnisse jedes Einzelnen herauszufinden und individuelle Lösungswege zu erarbeiten. Denn die Anliegen und Lebenssituationen der Menschen, die zu uns kommen, sind doch recht unterschiedlich.

    Völlger: Weiterlesen …