Katja Oskamp über Fußpflege und ihr Buch „Marzahn, mon amour“

Im Frühsommer erschien Katja Oskamps Geschichtenband „Marzahn, mon amour“ im dzb lesen (Voll- und Kurzschrift, Großdruck). Darin erzählt die Autorin Geschichten einer Fußpflegerin, die in Berlin-Marzahn, dem größten Plattenbaugebiet der ehemaligen DDR, arbeitet und hier meist Rentnern, Alteingesessenen und in die Jahre Gekommenen begegnet. Das Leben in der einstigen DDR hat diese geprägt und die Wende aus der Bahn geworfen. Katja Oskamp schenkt deren Lebensläufen ein Ohr und macht sie für die Öffentlichkeit sichtbar. Es sind zum Teil witzige, aber auch traurige und ergreifende Porträts – immer individuelle Schicksale, die die Autorin mit großer Anteilnahme, Gespür für Komik und vor allem mit viel Wärme und Menschlichkeit zeichnet. Weiterlesen …

Teufel Radio 3sixty geht in die nächste Runde

Ein Beitrag von Katja Löffler (Stiftung Centralbibliothek für Blinde, Hamburg)

Den von Teufel als „Weltempfänger des 21. Jahrhunderts“ angepriesenen Radiowecker habe ich an dieser Stelle bereits vorgestellt. Damals konnte ich dem Multitalent leider keine uneingeschränkte Barrierefreiheit bescheinigen. Seit Ende 2020 gibt es nun eine überarbeitete Version. Was hat sich verändert und ist die Neuauflage zugänglicher geworden?

Was kann das Teufel Radio 3sixty

Das 3sixty wird vor allem als kompakter und klangstarker Digitalradiowecker beworben. Doch das Gerät bietet noch viel mehr: Empfang von Radiosendern über DAB+, UKW und Internet, Abspielen von Musik auf dem Smartphone per Bluetooth sowie Anschluss von CD-Playern und anderen Geräten an den Aux-Eingang per 3,5-Klinke-Stecker. Ein USB-Anschluss, der auch Geräte aufladen kann, ermöglicht das Abspielen von Dateien auf USB-Sticks. Neu: Neben dem Musikstreaming-Dienst Spotify unterstützt das 3sixty jetzt auch Amazon Music.

Aussehen und Haptik Weiterlesen …

Mit LEGO Steinen die Brailleschrift entdecken

LEGO Braillesteine (oben Brailleschrift als Noppen, unten Schwarzschrift) auf Grundplatte. Es sind die Wörter dzb lesen gelegt.
Bunte LEGO Braillesteine

Spielend die Brailleschrift lernen – das können blinde und sehbehinderte Kinder mit Hilfe der von der LEGO Stiftung entwickelten Braille-Steine. Das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen) ist Partner der LEGO Stiftung. Seit Sommer 2020 verteilt das dzb lesen die von der Stiftung bereitgestellten LEGO Braille-Sets kostenlos über ausgewählte Einrichtungen, Förderzentren, Blinden- und Sehbehinderten-Schulen an blinde und sehbehinderte Kinder. Zudem unterstützt es die LEGO Stiftung bei der Vermittlung des pädagogischen Konzepts. Weiterlesen …

„Moby Dick“ in einfacher Sprache

Das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen bietet Bücher in einfacher Sprache in den Formaten Braille-Vollschrift, Großdruck und Hörbuch zum Verkauf oder zur Ausleihe an: Bücher mit einfachen Sätzen, übersichtlichem Layout und geringer Seitenanzahl, aber nicht weniger spannend! Weiterlesen …

Was auf die Ohren – Die richtigen Lautsprecher für den Computer finden

Ein Beitrag von Katja Löffler (Stiftung Centralbibliothek für Blinde, Hamburg)

Für mich als blinde Nutzerin sind die Lautsprecher eine extrem wichtige Komponente an meinem PC – vor allem wegen der Sprachausgabe, die für die Arbeit am Rechner unverzichtbar ist. Als Musikliebhaberin höre ich aber auch gerne mal Musik per Internetradio, Spotify oder andere Musikquellen. Ob privates Hörspielhören oder effektives Arbeiten im Homeoffice: Für beides nutze ich momentan regelmäßig meinen privaten Computer. Ein guter Zeitpunkt, um mal zu schauen, welche Lautsprecher sich für meine Bedürfnisse am besten eignen. Kein ganz einfaches Unterfangen, wie sich schnell zeigen sollte.

Klarheit schaffen Weiterlesen …

Die Hexer-Saga im Abonnement

Sie haben gespannt das Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin gelesen? Das dzb lesen überträgt zurzeit die Fantasy-Saga „Der Hexer“ von Andrzej Sapkowski in Braille-Kurzschrift. Alle Fans der Saga können die fünf Romane ab Juni 2021 im Abonnement lesen. Die Fortsetzungsreihe erscheint wöchentlich. Begonnen wird mit „Das Erbe der Elfen“, dem ersten Band der Pentalogie. Schon jetzt können Sie sich ein Jahresabonnement (68 Euro) sichern. Melden Sie sich einfach per Mail abo@dzblesen.de oder telefonisch unter 0341 7113 120 an.

Wer noch nichts von der Hexer-Saga gehört hat, bekommt im Folgenden einen kurzen Überblick.

Was Sie über „Die Hexer-Saga“ wissen müssen

Die Ausgaben

Im Zentrum der Abenteuer steht der Hexer Geralt von Riva. Die eigentliche Saga ist eine Pentalogie („Das Erbe der Elfen“, „Die Zeit der Verachtung“, „Feuertaufe“, „Der Schwalbenturm“, „Die Dame vom See“). Des Weiteren gibt es zwei vor der Pentalogie spielende Kurzgeschichtenbände über Geralt („Der letzte Wunsch“, „Das Schwert der Vorsehung“) sowie den in sich abgeschlossenen Einzelband „Zeit des Sturms“. Im Kurzgeschichtenband „Etwas endet, etwas beginnt“ sind zwei weitere Geralt-Geschichten enthalten.

Der Autor

Die Hexer-Saga ist eine Reihe von Büchern des polnischen Fantasy-Autors Andrzej Sapkowski, die auf mitteleuropäischen Märchen und speziell slawischen Legenden beruht. Der 1948 in Łódź geborene Sapkowski war eigentlich Handelsvertreter, bevor er 1985 an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teilnahm und sich dabei von einer alten polnischen Sage über einen Drachentöter inspirieren ließ.

Die Handlung

Die Saga erzählt die Abenteuer des Geralt von Riva, der in jungen Jahren durch eine schmerzhafte Prozedur in einen Hexer gewandelt wurde. Sein Schicksal bringt ihn immer wieder mit der Fürstentochter von Cintra namens Ciri zusammen, und nach dem Tod ihrer Familie nimmt er sie in seine Obhut und liebt sie, als wenn sie seine eigene Tochter wäre. Später werden beide durch Ereignisse, in die sowohl Zauberer als auch die Herrscher mehrerer Reiche verwickelt sind, wieder getrennt. Der größte Teil der Geralt-Saga handelt von den Abenteuern, die der Hexer auf der Suche nach Ciri und bei ihrer Rettung besteht.

Die Welt des Geralt

Sie besteht aus Königreichen, Fürstentümern und dem dunklen Kaiserreich Nilfgaard. Bevölkert wird dieser Kosmos von Menschen und Anderlingen wie Zwergen, Elfen oder Halblingen. Aber auch Dämonen treiben hier ihr Unwesen. Diese Monster zu jagen, ist die Berufung der Hexer – einer kleinen Gruppe von Mutanten, die über umfangreiches Wissen in der Heil- und Kräuterkunde verfügen. Wegen ihres Andersseins von den Menschen gefürchtet, sind es doch die Hexer, die das Böse in Schach halten.

Eine Welt, „in der Menschen oft boshafter sind als Biester“ Weiterlesen …

Blibu20 – die neue Version des Katalogprogramms

Ein Beitrag von Susanne Siems

Bekanntlich gibt es viele Wege, die nach Rom führen. Mittlerweile gibt es fast genauso viele Wege, die zu unseren dzb lesen Hörbüchern führen. Ein Weg ist das Katalogprogramm Blibu (abgekürzt für Blindenbuch), das durch Werner Rupp aus Münster entwickelt wurde. Dieses Programm liegt nun als Blibu20 in einer ganz neuen Version vor. Ich möchte hier kurz einige grundlegende Funktionsweisen vorstellen. Weiterlesen …

Gesellschaftsspiele – ein Hobby für blinde Menschen?

Auf einem Tisch sind ein "Mensch ärgere dich nicht" für blinden Menschen, Würfel mit taktilen Punkten und ein Kartenspiel
Mensch ärgere dich nicht

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer. Jetzt ist die schönste Zeit, lange Winterabende mit Freunden und Familie zu verbringen– vielleicht mit einer großen Kanne Tee und dem einen oder anderen spannenden Gesellschaftsspiel. Katja Löffler (Stiftung Centralbibliothek für Blinde, Hamburg) hat recherchiert, welche Spiele es für blinde Menschen gibt und folgende interessante Informationen für Sie. Weiterlesen …

Legasthenie: Wenn Buchstaben ähnlich aussehen und gleich klingen

GEsicht einer jungen Frau mit Brille und blonden, halblangen Haaren
Dr. Maria Rauschenberger

Seit Kurzem können neben blinden und sehbehinderten Menschen auch Menschen mit Legasthenie Medienangebote des dzb lesen ausleihen und kaufen. Etwa zwischen fünf und zehn Prozent aller Menschen haben eine Lese- und Rechtschreibstörung (LRS): auch Legasthenie genannt. Diese Menschen nehmen Bilder, aber auch Laute anders wahr und können deshalb die Sprache nicht gut in Schrift umsetzen – oder umgekehrt: die Schrift in Sprache.
Dr. Maria Rauschenberger (33 Jahre) forscht seit ihrer Promotion an der spielerischen Früherkennung der Lese- und Rechtschreibstörung. Für ihre Promotionsarbeit, die sie mit höchster Auszeichnung erfolgreich abgeschlossen hat, wurde sie zudem mit dem Deutschen Lesepreis 2017 ausgezeichnet. Die 33-Jährige hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem eine Lese- und Rechtschreibstörung bei Kindern bereits frühzeitig erkannt werden soll. Im Interview mit Gabi Schulze erzählt sie von diesem Suchspiel für Kinder und von ihrer eigenen Lese- und Rechtschreibstörung. Weiterlesen …

Das neue iPhone SE 2: Perfekt, handlich, blindenfreundlich

Ein Gastbeitrag von Katja Löffler
(Stiftung Centralbibliothek für Blinde, Hamburg)

Im April hat Apple endlich das iPhone SE der 2. Generation vorgestellt. Schon sein Vorgänger, das iPhone SE der 1. Generation, erfreute sich großer Beliebtheit und ist bei vielen Besitzern noch immer im Einsatz. Während Smartphones immer größer werden, war das alte SE mit seinem 4-Zoll-Display noch richtig handlich und klein. Allerdings ist es mittlerweile in die Jahre gekommen. 2016 erschienen, bietet es nunmehr doch ziemlich veraltete Technik, außerdem erhält es keine aktuellen Software Updates mehr von Apple. Daher lohnt sich gerade für blinde Nutzer ein Blick auf die neue Version des beliebten iPhone SE. Hier gibt es einige interessante Punkte, die es für unseren Personenkreis sehr attraktiv machen. Weiterlesen …